Feedback ist mehr als Kritik: Wie wertschätzende Rückmeldung Entwicklung fördert
- Hong Le
- 13. Juli
- 2 Min. Lesezeit

„Ich würde dir gerne Feedback geben.“
Mein Herz klopfte schneller. Innerlich bereitete ich mich auf Kritik vor – vielleicht sogar auf Ablehnung.
Und dann überraschte mich mein Gegenüber: „Du hast in unserem Projekt Klarheit reingebracht – das hat uns sehr geholfen.“ Dieser Moment veränderte etwas in mir.
Ich begriff: Feedback kann stärken. Es kann Verbindung schaffen. Es kann der Beginn von Entwicklung sein.
Was bedeutet Feedback eigentlich?
Das Wort Feedback stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich: „zurückfüttern“ oder „Rückmeldung“. Es geht darum, jemandem Informationen zurückzugeben, die helfen, das eigene Verhalten besser zu verstehen und sich weiterzuentwickeln.
In der Kommunikationspsychologie ist Feedback ein zentraler Bestandteil gelungener Interaktion.
Es schafft Orientierung, regt zur Reflexion an und stärkt zwischenmenschliche Beziehungen – vorausgesetzt, es wird wertschätzend und klar formuliert.
Definition laut Duden:„Reaktion, die jemandem anzeigt, dass ein bestimmtes Verhalten, eine Äußerung o. ä. vom Kommunikationspartner verstanden wird und zu einer bestimmten Verhaltensweise oder -änderung geführt hat.“
Auch in der Kybernetik (Wiener, 1948) beschreibt Feedback die Rückmeldung, die ein System ins Gleichgewicht bringt. Dieses Prinzip lässt sich auf Teams und Organisationen übertragen: Feedback reguliert und stabilisiert Zusammenarbeit.
Warum Feedback im Berufsalltag so wichtig ist
Ob im Teammeeting, im Jahresgespräch oder im spontanen Austausch: Feedback im Berufsalltag ist ein kraftvolles Werkzeug. Es hilft, Stärken bewusst zu machen, Entwicklung anzustoßen und Zusammenarbeit zu verbessern.
Besonders für Führungskräfte ist Feedback Kommunikation ein zentrales Führungsinstrument.
Es entscheidet mit über Motivation, Vertrauen und Leistungsfähigkeit im Team.
Doch oft wird Feedback mit Bewertung verwechselt.
Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um Wirkung.
Beispiele für wertschätzendes Feedback:
„Ich habe wahrgenommen, dass du heute besonders klar kommuniziert hast – das hat mir geholfen, den Überblick zu behalten.“
„Mir ist aufgefallen, dass du in der Besprechung ruhig geblieben bist, obwohl es hitzig wurde – das fand ich beeindruckend.“
Gutes Feedback beschreibt Verhalten, nicht die Person.
Es kommt ohne Schuldzuweisung aus, ist konkret, zeitnah und ehrlich.
Was macht eine gute Feedback-Kultur aus?
Eine gesunde Feedback-Kultur in Unternehmen schafft Vertrauen, stärkt Beziehungen und fördert Lernen. Damit Feedback als konstruktiv erlebt wird, braucht es:
🔹 Sicheren Raum – für Ehrlichkeit ohne Angst
🔹 Empathie und Respekt – in der Sprache und Haltung
🔹 Regelmäßigkeit – Feedback als festen Bestandteil von Kommunikation
🔹 Eigenverantwortung – Feedback zu geben UND anzunehmen
„Feedback ist keine Einbahnstraße. Es ist ein Dialog auf Augenhöhe.“
Eine grundlegende Voraussetzung für wirksames Feedback ist die Bereitschaft des Feedbackempfängers, dieses auch anzunehmen.
Fehlt diese Offenheit, besteht die Gefahr, dass das Feedback als persönliche Beurteilung oder gar als Kritik wahrgenommen wird – was zu Ablehnung oder emotionaler Verletzung führen kann.
Fazit: Feedback ist ein Entwicklungsbooster – wenn es richtig gemacht wird
Wenn wir lernen, Feedback richtig zu formulieren, stärken wir nicht nur unser Gegenüber, sondern auch die Verbindung zueinander. Es lohnt sich, mutig zu sein – und Feedback neu zu denken:
als Geschenk, nicht als Urteil.
Denn: Wertschätzendes Feedback ist ein Schlüssel für persönliche Entwicklung, Teamzusammenhalt und eine gesunde Arbeitskultur.
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